Schloss – Park Komplex in Struga

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Wieniawa- Herb Rodziny Czettritz

Zum Schloss – Park Komplex in Struga (Adelsbach) gehören:

  • palac-struga-herbSchloss mit Barockeinrichtung
  • palac-struga-herbPalasthinterhaus
  • palac-struga-herbhistorischer Park

Der Schloss wurde in zweiter Hälfte des 16. Jahrhunderts von Czettritz Familie erbaut und er hatte am Anfang Charakter von einem Schutzhof. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde er in ein Barockresidenz umgebaut. Seine Anfangsgeschichte ist unbekannt. Erste Erwähnungen von ursprünglichem Gebäude in Struga wurden dank der Geschichte von Familie Czettritz aufbewahrt, die von Hugo von Czettritz niedergeschrieben wurde. Nach dem Autor, musste schon im Jahr 1453 ein Rittersitz in Struga existieren, der als “Gesetze” bezeichnet wurde.

Der erste bekannte Besitzer des Dorfes war Heinmann de Adellungesbach (Struga). Zum ersten Mal wurde er als ein Zeuge im Dokument von Konrad Reinchenabach in Dzierżoniów vor 23. Juli 1290 erwähnt. Im 1377 war Besitzer des Dorfes Ritter Urlich Schoff. Leider hatte er keinen männlichen Erbe, deshalb kam Struga als Lehen in die Hände von einem tschechischen König zurück. Am 14. Februar 1453 verkaufte Hans von Golditz (Landrat vom schweidnitz-jauerischen Fürstentum) Struga an Hermann von Czettritz. In Jahren von 1545 bis 1585 wohnte in Struga Abraham Czettritz und in dieser Zeit machte er einen Umbau vom Schloss. Bis heute befinden sich im Portal Wappen von ihm und seiner Frau Maria von Nimptsch. Im 1670 wurde Johann Georg gestorben – mit ihm war Czettritz Linie von Struga zu Ende. Nach seinem Tod gehörte Niederadelsbach (Struga) und Cieszów zu Henryk Czettritz Neuhaus. Zur Familie Czettriz gehörten auch: Lubomin (dt. Liebersdorf), Cieszów (dt. Fröhlichedorf) zusammen mit Schlossruine Cisy (dt. Zeiskenschloss), Mrowiny (dt. Konradswaldau), Czarny Bór (dt. Schwartzwaldau) und Jabłów (dt. Gablau). Später auch Niederteil von Boguszów (dt. Gottesberges), Laski (dt. Lässig) und Wilberg. Struga blieb in Händen von Familie Czettritz bis zum 18. Jahrhundert.

Seit 1733 waren Besitzer von Ober- und Niederadelsbach Erben von Krystian von Kluges. Karol Ferdynand von Seher-Thoss kaufte von ihnen das Gut, das nach seinem Tod seine Schwester Maria Eleonora übernahm. Sie heiratete General Prittwitz. Danach war die Besitzerin vom Gut Charlotta Zofia Tugendreich, vom Hause von Lieres.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts war Besitzer von Struga Graf Zeithen. Er machte den nächsten Umbau des Palasts. Die nächsten Besitzer sind unbekannt.

Archäologische Untersuchungen, die auf Auftrag von gegenwärtigen Besitzern gemacht wurden, ermöglichten Ortsbestimmung von Urresidenz im süd-östlichen Teil des heutigen Palasts. Wahrscheinlich war es im zweiten Teil des 15. Jahrhunderts ein viereckiger, unterkellerter Wohnturm. Danach baute man an der Nordwand rechteckiges Wohngebäude an. Um die 15. und 16. Jahrhundertwende entstand das Gebäude, das als Turm betrachtet wird.

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts machte man den nächsten Umbau – es entstand der westliche Flügel des Schlosses. Es zeugt davon das auf dem Säulenschaft im eckigen, nord-westlichen Raum gehautes Datum. In der zweiten Hälfte des 17. oder am Anfang des 18. Jahrhunderts baute man Stützpfeiler an der östlichen Wand und eine Stützmauer an. Wahrscheinlich stärkte die Stützmauer das Festungsgrabenufer, das um das ganze Gebäude führte. Am Ende des 18. Jahrhunderts machte man den letzten Umbau – man löste Stützpfeiler auf und schüttete den mutmaßlichen Festungsgraben zu.

Der Schloss-Park Komplex in Struga befindet sich am aus Szczawno Zdrój nach Stare Bogaczowice führenden Weg. Der Schloss wurde aus Ziegel-Steinmauer gebaut. Das Gebäude besteht aus drei Etagen und aus vier Flügeln, die um ein kleines, rechteckiges Schlosshof gelegen sind. Im Mansardendach des nördlichen Flügels befindet sich ein kleines, achteckiges Türmchen. Im Mittelpunkt der Fassade befindet sich aus dem Sandstein gebautes Hauptportal. In der Mitte, über dem Eingang befindet sich Wappensteinkartusche.

Vis-a-vis des Schlosses, auf der nord-östlichen Seite, befindet sich ein Vieretagenhinterhaus, das ursprünglich auf dem L-Gestaltriss gebaut wurde. In den Jahren 2010-2011 wurde es ganz rekonstruiert, bekam das orginelle Dach und die ursprüngliche Farbgebung zurück und bekam einen neuen Flügel. Archäologische Untersuchungen zeigten, dass süd-westliche Hinterhauswand genauso alt wie Ritterturm ist, der gegenwärtig einen Teil des Schlosses bildet. Im Frühling 2012 wird eine Ausstellung geöffnet werden, die den Wiederaufbauprozess des Hinterhauses darstellen wird.


(Quelle: „Studium historyczno-architektoniczne Pałacu w Strudze (pow. Wałbrzych)” von Zofia Bandurska vom 1974 und „Sprawozdanie z ratowniczych badań archeologicznych w trakcie osuszania fundamentów pałacu w Strudze” von Artur Boguszewicz vom 2004)